12.12.2017
Unsere Schule
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50 Jahre Johansenschule 1954 - 2004

Im Rahmen eines Festaktes wurde am 28.04.1954 die neue Evangelische Volksschule am Kohlplatzweg ihrer Bestimmung übergeben und erhielt ihren Namen.

Durch die Errichtung der ECA-Siedlung in Linn und dem daraus entstandenen Anwachsen der Bevölkerung, wurde die Schulraumfrage sehr dringlich. Daher – so veröffentlichte das Rhein-Echo am 25.01.1952 – wurde der Bau eines neuen Schulgebäudes am Kohlplatzweg entschieden. Der Bauausschuss der Stadt Krefeld genehmigte im September 1952 den Entwurf des Neubaus einer evangelischen Volksschule des Architekten BDA Hugo Lechmig. Im Oktober wurde mit dem ersten Bauabschnitt begonnen.

„In Gegenwart der 84jährigen Gattin des verstorbenen Oberbürger-meisters Dr. Johansen wurde die neue evangelische Schule am Kohlplatzweg in Krefeld-Linn eingeweiht. Die neue Schule trägt in dankbarer Erinnerung an diesen um die Stadt Krefeld hochverdienten Mann den Namen „Johansenschule“ (WZ 19.04.1954). Der Architekt Lechmig überreicht dem Vertreter des Oberbürgermeisters Hauser, Herrn Dr. Kehrmann den Schlüssel und übergab das Haus somit in die Obhut der Stadt.
Das Gebäude wird gelobt: „Überall sieht und spürt man die Verbindung von Zweckmäßigkeit und Schönheit.“ Oder: „Man hörte viele Stimmen der Anerkennung über die elegante Art des Schulhauses, über seine großen sonnigen Räume und Flure und über sein geradezu repräsentatives Treppenhaus.“ (WZ 19.04.1954) „Die Schule am Kohlplatzweg ist eine wahre Symphonie von Licht und Helle. Geräumige, geradezu lichtdurch-flutete Flure führen zu Klassenräumen, in denen es eine Freude für die Lehrer ist zu unterrichten, eine Wonne für die Kinder hier betreut zu werden.“ (Linner Heimatblatt 29.06.56)

Dr. Johansen
Dr. Johannes Johansen war von 1911 bis 1930 Oberbürgermeister der Stadt Krefeld. In dieser Zeit hat er für die Stadt einige Besitzungen gekauft, so dass viele Grünanlagen, die früher in Privatbesitz waren, heute allen Bürgern offen stehen, z.B. Burg Linn, Sollbrüggen, Neuenhofen, Schönhausen, Grotenburg, Greiffenhorst, Forstwald, Hülser Berg.
Der Grüngürtel, der vom Schönwasserpark bis Linn führt, entstand in der Zeit des Dr. Johansens.


Das neue Schulhaus hatte 6 Klassenräume. Im Schuljahr 1954/55 wurden 9 Klassen mit insgesamt 345 Schülern von 3 Lehrerinnen (Frau Schür-mannn, Frau Büschkens, Frau Lübken) und 4 Lehrern (Herr Rektor Mand, Herr Lupp, Herr Prorok, Herr Boehme) in den 6 Räumen unterrichtet. Herr Mand war Schulleiter. Erst 1956 wurden Kellerräume und Aula fertig gestellt.
Im Juli 1956 wurden 2 Kellerräume, die als Mehrzweckräume gedacht waren, als Klassenräume bezogen.
Am 20. Oktober 1956 fand die erste Feier in der Aula im Dachgeschoss statt. Der Nachmittagsunterricht konnte jetzt endlich eingestellt werden.

Ende Januar 1962 begann die Arbeit für den 2. Bauabschnitt. 4 weitere Klassenräume entstanden. Sie konnten im Mai 1963 bezogen werden.
Nun standen für 12 Klassen mit 358 Kindern 10 Klassenräume und 2 Mehr-zweckräume zur Verfügung.

1963 ging Rektor Mand in den Ruhestand. Dank und Urkunde der Landes-regierung überbrachte Stadtschulrat Kunst.
Frau Schürmann führte als Konrektorin die Amtsgeschäfte vom 17.04.1963 bis zum 04.09.1063 weiter. Am 05.09.1963 wurde Frau Lewald neue Rektorin der Johansenschule.

1965 wurde der Verein der Freunde und Förderer der Johansenschule gegründet. Erster Vorsitzender wurde Herr Gerd Beyer, Herr Karl-Heinz Seeger sein Stellvertreter. Nach kurzer Zeit hatte der neue Verein bereits 185 Mitglieder. Regelmäßig unterstützte der Verein die Arbeit der Schule. Für eine Schülerbücherei wurden 1966 viele Bücher überreicht.

Im Jahre 1966 wurde der Schuljahresbeginn vom 01.April auf den 01.August verlegt. Diese Umstellung bescherte den Schulen zwei Kurzschuljahre. 1966 wurde auch das 9. Schuljahr eingeführt.
Das Jahr 1968 brachte das Ende der 9-klassigen Volksschule. Ein Gesetz über die Neuordnung von Grund- und Hauptschulen bestimmte die Teilung der Volksschulen in Grund- und Hauptschulen.

Im Schuljahr 1968/69 besuchten 227 Schüler die Johansenschule, eine zweizügige evangelische Grundschule. Noch im selben Schuljahr beantragten die Eltern der Schüler mit 96%iger Zustimmung die Umwandlung der evangelischen Grundschule in eine Gemeinschafts-grundschule.

So begann die Johansenschule im Schuljahr 1969/70 mit 341 Schülern in 9 Klassen als Gemeinschaftsgrundschule. Sie wuchs weiter. 1970 wurde zusätzlich noch ein Schulkindergarten an der Johansenschule einge-richtet. Bereits 1972 war sie 3-zügig mit 390 Kindern.

Ab 1977 waren die Schülerzahlen durch geburtenschwache Jahrgänge rückläufig. 1979 wurden 266 Kinder in 11 Klassen von 11 Lehrkräften unterrichtet.

Am 17.04.1978 wurde mit dem Bau der Sporthalle begonnen. Am 16.11.1978 war Richtfest und im Frühjahr 1979 übergab die Stadt Krefeld diese Zweifachsporthalle der Öffentlichkeit. Hinter dem Schulhof entstanden eine Laufbahn und eine Sprunggrube für leichtathletische Betätigungen.

Im Jahr 1988 ging Frau Schürmann als langjährige Konrektorin in den Ruhestand und Frau Seibring übernahm ihr Amt. Am 31.07.1988 wurde Frau Rektorin Lewald in einer Feierstunde verabschiedet und zum 01.06.1989 Frau Jonda zur neuen Rektorin ernannt. Das Amt der Konrektorin übernahm 1993 Frau Beurskens, da Frau Seibring die Leitung einer neuen Grundschule in Hüls an der Amerner Str. übernahm.

Das Neubaugebiet in Gellep-Stratum bescherte der Schule einen Schülerzuwachs. Kurzfristig stiegen die Schülerzahlen an und bald war die Schule 4-zügig. Ab 2000 schon waren Neuanmeldungen wieder rückläufig.
Der Rückgang der Schülerzahlen war nicht mehr aufzuhalten. Im Zuge der Modernisierung und Brandschutzsanierung der Schulgebäude kamen Überlegungen zur Schulsituation in Linn auf. Ein Schulgebäude sollte reichen. Da die Johansenschule auch seit 2008 offene Ganztagsschule ist, benötigt sie Platz. Seit dem Schuljahr 2008/09 bildet die Johansenschule mit der ehemaligen Hermann-Keussen-Schule einen Schulverbund. Ab dem Schuljahr 2010/11 unterrichten wir alle Linner und Stratumer Kinder in einem Schulgebäude am Kohlplatzweg.

Im Sommer 2001 verließ Frau Rektorin Jonda die Johansenschule um zur Grundschule Girmesdyk zu wechseln. Frau Beurskens (Konrektorin)ging aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Es kam Frau Vermeulen-Deimen als Rektorin. Seit August 2003 verstärkt Frau Klefges als Konrektorin das Schulleitungsteam.

Die Eltern der Johansenschule waren immer schon hilfsbereit. 1977 bemalten „fleißige Väter“ den Schulhof mit einem Verkehrsparcours, 1981 kamen bunte Hüpfkästchen dazu. 1993 erhielt der einzige Baum auf dem Schulhof die langersehnte Rundbank. Unter dem Motto „Eltern reißen Zäune ein“ wurde der Schulhof erweitert und ein Klettergerüst aufgebaut. 2003 erhielt die Wiese einen Weidentunnel. Auch bei der Einrichtung einer neuen eigenen Schülerbücherei halfen im Frühjahr 2003 Väter mit.

Feste und Feiern sind ein fester Bestandteil des Schullebens. Regelmäßige Schulfeste, Sportfeste, Weihnachtsbasare, Auftritte vom Schulchor bei Seniorennachmittagen im Stadtwaldhaus (Veranstalter ist der Flachsmarkt Verein) oder beim Adventssingen in der Schule, sowie Aufführungen der Theater-AG (1992- „Komm wir finden einen Schatz“, 1993 – „Nun flieg schon, Paul“, 2001 – „Der Regenbogenfisch“, 2010 - \"Bodo der Buddelschiffpirat\") oder gemeinsame Aufführungen eines Jahrgangs „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ auf Inline-Skates begeistern Eltern und Gäste.

Last, but not least seien die Hausmeister und Sekretärinnen der Johansenschule aufgeführt. Ohne die der Schulalltag nur schwer zu meistern wäre.
Mit einem eigenen Hausmeisterhaus auf dem Schulgelände kam als erster Hausmeister Herr Kleisa, abgelöst von Herrn Kaisers und wiederum abgelöst von Herrn Olbert, der aufmerksam und äußerst hilfsbereit die Ordnung in der Schule bis Januar 2009 unterstützte. Darüberhinaus war er als Fußball-Fan für die Trainingsarbeit der Schul-Fußballmann-schaft maßgeblich verantwortlich. So konnte die Jungen-Fußballmannschaft 1998 den Drumbo-Cup gewinnen. 2010 gewannen die Mädchen beim Fußball den Sparda-Cup. Heute ist Herr Ulbrich Hausmeister am Kohlplatzweg und auch an der Hauptschule Danziger Platz.
Sekretärin war Frau Laudien, gefolgt von Frau van den Berg.
Seit Januar 2009 bewältigte Frau Kühnen die Arbeit im Schulbüro, gefolgt von Frau Küsters. Seit Februar 2012 ist Frau Kießling die gute Seele des Schulbüros.